Zahnarzt Jochen Gunkel
Praxis für Zahnheilkunde und Craniomandibuläre Orthopädie



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Funktionsanalyse

Welche Symptome führen zum Verdacht, dass eine CMD vorliegen könnte? :

Beschwerden innerhalb des Kopf-Kieferbereiches (craniomandibuläre Region):

Schmerzen in den Kaumuskeln, in den Kiefergelenken, beim Kauen.
Belastungsempfindliche Zähne, durch Zähneknirschen abgenutzte Zähne, Knirsch- und Knackgeräusche in den Kiefergelenken, Kopfschmerzen (Migräne, Clusterkopfschmerz, u. a.), so genannte atypische Gesichtsschmerzen, neuralgische Beschwerden (z.B. Trigeminusneuralgie), Schmerzen hinter den Augen…

Beschwerden außerhalb des Kopf-Kieferbereiches:
Arm-, Schulter-, Nackenschmerzen und alle möglichen Rückenschmerzen vor allem wenn die bisherigen Therapien nicht geholfen haben.
Bei allen Beschwerden im „orthopädischen Bereich“ sollte eine CMD zumindest ausgeschlossen werden. Schwindel, Tinnitus, Schluckbeschwerden, Gefühl des verstopften Ohres, Schmerzen wie bei einer Kieferhöhlenentzündung, ohne dass in dem betroffenen Bereich eine Ursache gefunden werden kann…

Viele Informationen dazu unter: Der etwas andere Gesichtsschmerz

In der Anamnese wird genau geklärt, welche Symptome vorliegen und welche Behandlungen mit welchem Erfolg bisher durchgeführt wurden, um die angegebenen Beschwerden zu lindern. Sehr wichtig ist beispielsweise der genaue Zeitpunkt des Beginns der Erkrankung, da hier oft auslösende Faktoren gefunden werden können.

Nachdem durch Abformungen Modelle vom Ober- und Unterkiefer gewonnen wurden, erfolgt die  Funktionsdiagnostik, die so genannt wird, weil es sich bei der CMD vor allem um eine gestörte Funktion handelt.

Die Untersuchung der Zähne, die Analyse der Zahnstellung und des gewohnheitsmäßigen Bisses, der Kiefergelenke, der Kaumuskulatur und der Funktion der Halswirbelsäule, sowie die Analyse der Körperhaltung durch Photometrie dienen dem Auffinden der Ursachen für die gestörte craniomandibuläre Funktion.       

Zu dieser Phase der Untersuchung gehört auch der Reaktionstest mit einem Aqualizer. Dabei handelt es sich um eine konfektionierte provisorische Schiene, die aus zwei miteinander verbundenen Wasserkissen besteht, die man zwischen den Zahnreihen des Ober- und Unterkiefers platziert. Solange der Aqualizer im Mund getragen wird, müssen die Kaumuskeln sich nicht nach der vorhandenen Zahnstellung richten und können entspannen. (siehe auch Video und www.aqualizer.de ) .

Wenn alles dafür spricht, dass die bestehenden Beschwerden mit einer Dysfunktion in der craniomandibulären Region zusammenhängen, beginnt die Behandlung mit der speziellen myozentrischen Bissbestimmung. Mit Myozentrik meint man dabei eine Unterkieferstellung, die von der Kaumuskulatur nicht mit Verspannungen aufrecht erhalten werden muss und die mit einer möglichst aufrechten Körperhaltung harmoniert. Deshalb erfolgt die Bissbestimmung  nach der Entspannung der Kaumuskulatur mit niederfrequenter transkutaner elektrischer Nervenstimulation (TENS). TENS  ist seit über 40 Jahren weltweit ein Begriff und ist die beste aller Möglichkeiten, den metabolischen Zustand der Muskulatur in der craniomandibulären Region innerhalb kurzer Zeit zu verbessern. Diese Bissbestimmung mit entspannter, gut durchbluteter Muskulatur ist der wesentliche Unterschied zu allen anderen größtenteils veralteten Therapien funktioneller Erkrankungen.

Die myozentrische Bissbestimmung erfolgt kontrolliert. Hierzu dienen die Elektromyografie (EMG) und die Magnetkinesiografie (MKG).                                                                       

Die MKG erlaubt eine sehr genaue Aufzeichnung und Darstellung der Bewegungen des Unterkiefers mit dem Computer durch eine Magnetfeldmessung.

Das spezielle Verfahren der Elektromyografie erlaubt durch die Messung der elektrischen Aktivität der Muskulatur eine umfassende Darstellung des Funktionszustandes der Kau- und Nackenmuskulatur. Im Zusammenhang mit der Bewegungsaufzeichnung des Unterkiefers erhält der Behandler letztendlich eine komplette Analyse der Funktion bzw. Dysfunktion des gesamten Kauapparates. Das ist die Voraussetzung für jede weiterführende, befundorientierte Behandlung.

Weitere Informationen erhält man unter      

www.iccmo.de

www.info.myozentrik.de